Von Bär­lauch und Pa­ra­do­xem Lauch

Die heu­ti­ge Ex­ku­rsi­on setzt die Rei­he Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen und -pil­zen in der Pra­xis fort. Da­bei wol­len wir uns in­ten­si­ver mit den In­halts­stof­fen wil­der Pflan­zen und Pil­ze so­wie ih­rer kul­ti­vier­ter Art­ge­nos­sen be­fas­sen. Wel­che Er­kennt­nis­se bie­ten Er­näh­rungs­wis­sen­schaf­ten, was lehrt uns tra­dier­tes Wis­sen? Es gibt in­zwi­schen un­zäh­li­ge Er­näh­rungs­wei­sen, die fast schon re­li­giö­sen Cha­rak­ter auf­wei­sen: ve­ge­ta­risch, ve­gan, fle­xi­ta­risch, da­zu Stein­zeit-, Low-Carb-, Trenn­kost-, Roh­kost- und wer weiß noch wel­che Diä­ten. Man spricht schon et­was scherz­haft von der Ho­ly Church of Nu­tri­ti­on, in der sich die Ver­tre­ter der ein­zel­nen Kon­fes­sio­nen oft eher mis­sio­na­risch als öku­me­nisch ge­gen­über­ste­hen. Wir wol­len nicht dog­ma­tisch an das The­ma her­an­ge­hen, son­dern uns ei­ne ge­sun­de Er­näh­rungs- und Le­bens­wei­se prag­ma­tisch er­schlie­ßen. Da­bei se­hen wir uns schon die phy­sio­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen von bei­spiels­wei­se Zuc­ker und Fet­ten an, wol­len die­se aber nicht ver­teu­feln, son­dern sinn­voll in­te­grie­ren. Be­son­de­res Au­gen­merk wol­len wir je­doch auf se­kun­dä­re Nähr­stof­fe le­gen, die in den Er­näh­rungs­wis­sen­schaf­ten und der Schul­me­di­zin oft zu kurz kom­men: Mi­ne­ra­li­en, An­ti­oxi­dan­ti­en, Bit­terstoffe, Gerb­stof­fe, Phe­no­le, Pol­y­sac­cha­ri­de, Scharf­stof­fe, Sa­po­ni­ne, Al­ka­loi­de, Fla­vo­noi­de und ei­ni­ge mehr. Doch kei­ne Angst, dies wird kein wis­sen­schaft­li­cher Vor­trag. Viel­mehr wer­den wir uns bei je­der ge­fun­de­nen ess­ba­ren Pflan­ze und je­dem Pil­z im­mer wie­der an­se­hen, wel­che In­halts­stof­fe ha­ben die­se und wel­che Aus­wir­kun­gen ha­ben sie auf un­se­ren Stoff­wech­sel und un­se­re Gesund­heit. Nach und nach ent­steht so auf ent­spann­te Wei­se ein Zu­gang zu ge­sun­der Er­näh­rung, in der je­der nach sei­ner Fa­con Fleisch, Fisch und Ei­er in­te­griert oder weg­lässt, kocht oder roh ge­nießt.

Der Be­ginn des ka­len­da­ri­schen Früh­lings war­tet mit den herr­lichs­ten Wild­pflan­zen auf. Eine der ers­ten im Jahr, und nun schon in vol­ler Pracht, ist der Pa­ra­do­xe Lauch, auch Ber­li­ner Bär­lauch, Wun­der-Lauch oder Selt­sa­mer Lauch ge­nannt. Kei­ne Angst, er ent­hält kei­ne Stran­ge-Quarks doch da­für reich­lich Mi­ne­ral­stof­fe und et­was Al­li­cin, das für den Knob­lauch­ge­schmack ver­ant­wort­lich ist. Bei ihm ist je­doch das zwie­bli­ge Aro­ma im Vor­der­grund. Deut­lich mehr Al­li­cin ent­hält der Ech­te Bär­lauch, wenn auch noch im­mer we­ni­ger als Knob­lauch, und hat da­mit ein fein aus­ge­wo­ge­nes Aro­ma, das von vie­len so ge­schätzt wird. Er guckt in un­se­ren Brei­ten zum Früh­lings-Equi­nok­ti­um auch schon aus der Er­de und reift im Ap­ril zur vol­len Blü­te. Der Bo­ta­ni­sche Volks­park ist durch sei­ne ba­si­schen Bö­den ei­ne der we­ni­gen Stel­len in Ber­lin/­Bran­den­burg, in de­nen der Ech­te Bär­lauch wächst. Auch Wil­den Schnitt­lauch kön­nen wir hier fin­den. Al­len Lauch­ge­wäch­sen ge­mein ist, dass sie Scharf­stof­fe ent­hal­ten, die an­ti­bak­te­ri­ell und an­ti­vi­ral wir­ken, so­mit zu ei­nem ge­sun­den Ma­kro­bi­om bei­tra­gen und ent­schlac­kend wir­ken.

Vie­le wei­te­re Früh­jahrs­blü­her sind jetzt in der bes­ten Ern­te-Zeit, sie ste­hen voll im Saft und ha­ben we­nig Fa­ser­stof­fe. Wer Bär­lauch sam­melt, soll­te auch die gif­ti­gen Pflan­zen ken­nen, mit de­nen er häu­fig ver­wech­selt wird: Mai­glöck­chen, Aron­stab und Herbst­zeit­lo­se. Die­se kom­men hier auch vor und na­tür­lich se­hen wir uns sie und ihre Merk­ma­le eben­falls in­ten­siv an.

Seminarname:Von Bär­lauch und Pa­ra­do­xem Lauch
Anbieter:Aka­de­mie für Um­welt­bild­ung
Seminarleiter:Dirk Har­mel
Termin:
Ort:Bo­ta­ni­scher Volks­park Pan­kow
Treffpunkt:Haupt­ein­gang
Preis:€ 29,-
Weitere Informationen

ÖPNV: Bus 107 ab S + U Pan­kow bis Hal­te­stel­le Bo­ta­ni­scher Volks­park (oh­ne Ge­währ)

Ver­an­stal­ter ist die

Aka­de­mie für Um­welt­bild­ung AFU UG & Co. KG
Frie­drich­str. 95 in 10117 Ber­lin
HRA 58569 B
zu­stän­di­ges Re­gis­ter­ge­richt: AG Ber­lin-Char­lot­ten­burg
ver­tre­ten durch die AFU Ver­wal­tungs UG (haf­tungs­be­schränkt)

Bei Bu­chung über die­ses For­mu­lar wer­de ich, Dirk Har­mel, als Ver­mitt­ler die Bu­chungs­da­ten an den Ver­an­stal­ter wei­ter­lei­ten. Für die­sen gel­ten die glei­chen AGB und Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen wie hier wei­ter un­ten ver­linkt. Mit An­er­kennt­nis sel­bi­ger er­ken­nen Sie auch die­je­ni­gen des Ver­an­stal­ters an.

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