Wochenendkurs "Selbst­ver­sor­gung mit ess­ba­ren Wild­pflan­zen und -pilzen"

In­ten­si­ves Se­mi­nar zu wil­den, ess­ba­ren Pflan­zen und Pil­zen mit Ex­kur­sio­nen, ge­mein­sa­mer Zu­be­rei­tung und Vor­trag über Kul­tur­ge­schich­te und Nähr­wert wil­der Le­bens!-Mit­tel

Kursleiter: Dirk Harmel

Terminliste

Div. Exkursionsorte; Vorträge und Essenszubereitung im Hotel Barnimer Hof

Nüsse, Kastanien, Bucheckern - Copyright: Micha Brem
Nüsse, Kastanien, Bucheckern

   Auf dem 2,5-tä­gi­gen Se­mi­nar "Selbst­­ver­­sor­­gung mit ess­­ba­­ren Wild­­pflan­­zen und -pil­­zen" sam­meln wir an un­ter­schied­li­chen Or­ten wil­de Pflan­zen und Pil­ze. Im Se­mi­nar­raum be­rei­ten wir aus den Fun­den ge­mein­sam das Abend­es­sen und ei­nen Smoo­thie.

1.Tag (Fr.): 16:00 - 19:00 h Ex­kur­si­on
2. Tag (Sa.): 09:00 - 12:00 h Ex­kur­si­on; 13:00 -18:00 h Vor­trag und Es­sens­zu­be­rei­tung
3. Tag (So.): 09:00 - 12:00 h Ex­kur­si­on; 13:00 -18:00 h Vor­trag und Es­sens­zu­be­rei­tung

   Sie kön­nen täglich an­rei­sen oder im Ho­tel über­nach­ten. Über­nach­tun­gen sind nicht Teil des Kur­ses, bi­tte bu­chen Sie die­se bei In­ter­es­se di­rekt beim Ho­tel.

Giersch - gehasst und geliebt
Giersch - gehasst und geliebt

   Be­vor wir uns an­se­hen, wie wir wil­de Pflan­zen und Pil­ze sinn­voll in un­se­re Er­näh­rung ein­bau­en kön­nen, schau­en wir uns ver­schie­de­ne Er­näh­rungs­rat­ge­ber an. Da­bei stel­len wir schnell fest, dass sich man­che Ak­teu­re wie die Deut­sche Ge­sell­schaft für Er­näh­rung und Au­to­ren di­ver­ser Stu­di­en sich nicht nur ge­gen­sei­tig wi­der­spre­chen, son­dern dass man­che da­von im Lau­fe der Zeit auch ih­re ei­ge­ne Mei­nung um 180° dre­hen.

Wilde Pilze - Lecker, nahrhaft, gesund
Wilde Pilze - Lecker, nahrhaft, gesund

  Wil­de Pflan­zen und Pil­ze spie­len bei den meis­ten Rat­ge­bern kei­ne Rol­le, da­bei ha­ben sie die Mensch­heit wäh­rend der längs­ten Zeit ih­rer Exis­tenz er­nährt. In­zwi­schen gibt es je­doch ge­nü­gend Stu­di­en, die zei­gen, wie wich­tig Mi­ne­ra­li­en, Bit­ter- und Bal­last­stof­fe so­wie vie­le wei­te­re In­halts­stof­fe wil­der Le­bens!-Mit­tel für un­ser Mi­kro­bi­om und den gan­zen Or­ga­nis­mus sind. Bei hoch­ge­züch­te­tem Ge­mü­se und Obst feh­len sie oder wer­den spä­tes­tens bei der Ver­ar­bei­tung ex­tra­hiert. Nun wol­len wir uns nicht aus­schließ­lich durch Gra­sen er­näh­ren, selbst­ver­ständ­lich brau­chen wir ei­ne land­wirt­schaft­li­che Pro­duk­ti­on.

Siliertes Gemüse
Siliertes Gemüse

   Des­halb wol­len wir uns die Nah­rungs­quel­len der Men­schen et­was nä­her an­se­hen und zwar so­wohl his­to­risch als auch ak­tu­ell. Wo­von ha­ben un­se­re ers­ten auf­recht ge­hen­den Ver­wand­ten ge­lebt? Wo­von die nach­fol­gen­den Jä­ger und Samm­ler? Was brach­te die neo­li­thi­sche Re­vo­lu­ti­on? Was be­deu­te­te Drei­fel­der­wirt­schaft, Me­cha­ni­sie­rung der Land­wirt­schaft und schließ­lich die in­dus­tri­el­le Her­stel­lung und Ver­ar­bei­tung von Nah­rungs­mit­teln? Da­bei se­hen wir, welch im­men­ses Wis­sen in der Brei­te der Be­völ­ke­rung ver­lo­ren ge­gan­gen ist und es wird im­mer kla­rer, wie wir wil­de Pflan­zen und Pil­ze mit ehr­li­chen Le­bens!-Mit­teln aus ei­ner nach­hal­ti­gen Land­wirt­schaft zu ei­ner ge­sun­den und die Um­welt scho­nen­den Er­näh­rung kom­bi­nie­ren kön­nen.
   Schließ­lich ler­nen wir noch his­to­ri­sche und mo­der­ne Kon­ser­vie­rungs­me­tho­den wie Si­lie­ren, Dör­ren, Ein­wec­ken und Au­to­kla­vie­ren ken­nen,  um un­se­re wäh­rend der ver­schie­de­nen Jah­res­zei­ten zu fin­den­den Schät­ze scho­nend halt­bar zu ma­chen.
   Al­le zu­sätz­lich zu un­se­ren Fun­den ein­ge­setz­ten Le­bens­mit­tel sind im Kurs­preis ent­hal­ten. Um die Ver­an­stal­tung so güns­tig wie mög­lich zu hal­ten, ma­chen wir nach dem Ves­per ge­mein­sam Kehr­aus.